Seit einem Jahr beim SV Kali, doch zu selten gemeinsam am Platz

K+S Kali GmbH Werk WerraTEAG Thüringer Energie AG

24.02.2021

1. Mannschaft

Seit einem Jahr beim SV Kali, doch zu selten gemeinsam am Platz

Im letzten Winter wechselte Tim Petter zu unserem Verein und konnte auf Anhieb sportlich überzeugen. Doch seit November ruht der Ball wieder ...und damit auch das Vereinsleben.

Tim gibt uns einen Einblick, wie er in unserem Verein angekommen ist und wie seine Mannschaftskollegen und er sich aktuell fit halten. Zudem wagt er eine Prognose, wie es für unser Team nach der Pause weitergehen könnte. Doch ob und wann die Saison fortgesetzt werden kann ist weiterhin offen.


Tim, Du bist in der vergangenen Winterpause neu zu unserem Verein gekommen. Coronabedingt konnten bisher nicht sehr viele Spiele stattfinden und auch der Trainingsbetrieb musste immer wieder pausieren. Fühlst du dich trotzdem gut im Verein angekommen und integriert?

Ja das stimmt. Das letzte Jahr im Amateurfußball ist leider von einigen Unterbrechungen geprägt wurden. Das habe ich mir sicherlich anders erhofft. Trotzdem würde ich behaupten, dass ich in kürzester Zeit sehr gut von der Mannschaft sowie dem Verein aufgenommen wurde. Das ist sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass ich den Großteil der Mannschaft schon vor meinem Vereinswechsel im letzten Winter gut gekannt habe. Das wiederum hängt auch damit zusammen, dass ich bereits in der D- und C-Jugend schon einmal in Unterbreizbach aktiv war und dort bereits mit Thomas Volkmar, Marcel Gimpel, Philip Jäger und Christopher Spangenberg zusammengespielt habe. Außerdem habe ich auf weiteren Stationen in der A-Jugend von Ulstertal Geisa sowie in meinem langjährigen Verein dem Dorndorfer SV 03 bereits mit Steven Gimpel und Patrick Elsner zusammen gekickt. Hinzu kommt, dass ich durch viele gemeinsame Ausflüge zum BVB mit Patrick Pohl schon einige Fußballabende verbracht habe. Ebenso hatte ich schon immer ein gutes Verhältnis zu David Urff. Wir kennen uns schon lange und hatten bereits vor meinem Wechsel häufig Kontakt. Darüber hinaus waren die verbliebenen Spieler aus unserer Mannschaft auch keine Unbekannten, man kennt sich von Begegnungen auf und neben dem Platz. Wenn man also überhaupt von Mannschaftskameraden sprechen kann, welche ich vorher nicht kannte, dann bezieht sich das auf unsere paar jüngeren Spieler, welche ich aber schnell kennen lernte. Demzufolge kann ich behaupten, dass ich mich hier seit dem ersten Tag sehr wohl fühle. Wenn denn der Ball mal rollt, habe ich gemeinsam mit den Jungs sehr viel Spaß und zwar vor, während und nach dem Training. Die Integration auf und neben dem Platz lief hervorragend, sodass ich nach den Spielen gerne zusammen mit der Mannschaft und Fans noch ein Bier trinke.

Wie haltet ihr in der derzeitigen Situation untereinander in der Mannschaft Kontakt? 

Die aktuelle Situation ist für uns alle eine Herausforderung und der Fußball sowie jegliche sozialen Kontakte leiden darunter stark. Natürlich stehen wir über soziale Medien oder unsere Whatsapp-Gruppe immer wieder mehr oder weniger in Kontakt. Jedoch kompensiert das das regelmäßige Miteinander im Trainings- und Spielbetrieb, welcher zurzeit ausgesetzt ist, nicht annähernd. Vereinzelt kommt es vor, dass einzelne Spieler mal zusammen joggen gehen, viel mehr ist aktuell aber leider nicht möglich.


Wie empfindest du die fußballfreie Zeit? Was fehlt dir ganz besonders?

Mir persönlich fehlt der Fußball oder noch besser gesagt der Mannschaftssport extrem. Ich empfinde die Jahreszeit, in welcher die Plätze nass und matschig sind eigentlich immer als den schönsten Saisonabschnitt beim Fußball, weshalb ich den Ball und die Trainingseinheiten gerade besonders vermisse. Die aktuelle Situation, in welcher wir unsere Hobbys und Interessen nur bedingt nachgehen können, macht den Alltag leider relativ monoton. Es fehlt der Ausgleich nach der Arbeit, der Wettkampf am Wochenende und die vor allem dummen Geschwätzer in der Mannschaftskabine mit den Mitspielern.


Wie hälst du dich fit? Gibt es irgendwelche Vorgaben von eurem Trainer?

Wir haben vom Trainer die Aufgabe bekommen 2x die Woche für 20 bis 35 Minuten Joggen zu gehen, damit wir uns einigermaßen fit halten und nicht alle mit 5 kg mehr zum ersten Training auftauchen, wenn es irgendwann wieder losgeht.

Durch den Austausch mit dem ein oder anderen Spieler unserer Mannschaft weiß ich, dass ein Großteil des Kaders versucht die Vorgabe des Trainers umzusetzen. Das erfordert natürlich eine gewisse Selbstdisziplin, um das regelmäßig durchzuziehen. Prinzipiell ist aber jeder im Besitz von ein paar Laufschuhen und viel mehr benötigt es ja eigentlich auch nicht. Ich weiß aber auch, dass es immer wieder schwer fällt von alleine was zu machen. Ich persönlich bin bestrebt relativ oft joggen zu gehen, ich muss aber auch zugeben, dass ich meinen inneren Schweinehund jedes Mal wieder aufs Neue überwinden muss. Es ist einfach nicht dasselbe wie beim Mannschaftstraining, wo auch immer viel Spaß und ein gewisser Wettkampfcharakter dabei ist. Außerdem fehlen die festen Termine, wodurch auch gerne mal eine „geplante Einheit“ verschoben wird. Um das alles etwas leichter zu gestalten, hatte unser Kapitän Thomas Volkmar die Idee eine Laufapp ins Leben zu rufen, bei welcher sich jeder Spieler registrieren sollte. Thomas legt in dieser App das monatliche Laufziel, welches unsere Mannschaft zurücklegen muss, fest. Dadurch können wir uns gegenseitig etwas pushen. Jeder kann sehen welchen Anteil er zum Mannschaftsziel beigetragen hat. Außerdem gibt es eine Rangliste, welche bei dem ein oder anderen für etwas extra Motivation sorgt.

Wie schon erwähnt ist das aber alles nicht dasselbe, wie ein normales Mannschaftstraining, deshalb hoffe ich ganz stark, dass bald die ersten Lockerungen erfolgen und es wieder möglich ist, in kleinen Gruppen die ein oder andere Einheit zu absolvieren. Ansonsten bleibt uns vorerst leider fast keine andere Möglichkeit als weiterhin Joggen zu gehen, zumal ja auch die Fitnessstudios nach wie vor geschlossen sind. Ich persönlich bin in der glücklichen Lage, zuhause das ein oder andere Sportgerät zu besitzen, wodurch es mir möglich ist parallel zum Lauftraining noch etwas Kraftsport zu betreiben. Wodurch ich also in Summe auf 4 Trainingseinheiten in der Woche komme.


Glaubst du, dass die Saison noch fortgesetzt bzw. zu einem Ende gebracht werden kann?

Ich denke, dass es mit zunehmender Dauer der Unterbrechung immer unrealistischer wird die Saison fortzusetzen. Laut der Aussage vom KFA Westthüringen ist es aufgrund des fortgeschrittenen Zeitfensters bereits absehbar, dass die Saison nicht komplett zu Ende gespielt werden kann. Außerdem soll den Mannschaften bei Wiederanlauf mindestens eine 4-wöchige Vorbereitungszeit eingeräumt werden, was zwar notwendig ist, jedoch den Zeitraum für die restlichen Begegnungen noch weiter eingrenzt. Des Weiteren wurde bereits entschieden, dass eine Verlängerung der Spielzeit über den 30.06.2021 hinaus ausgeschlossen ist, um nicht bereits erneut mit Verzug in die nächste Saison zu starten. Laut aktuellem Stand ist es geplant, so viele Spiele wie möglich zu absolvieren, um eine Wertung der Saison vornehmen zu können, was meiner Meinung nach auch die fairste Lösung ist. Ob dies dann über eine Koeffizienten-Regelung oder eine Play-Off Variante realisiert wird, ist sicherlich auch stark davon abhängig, zu welchem Zeitpunkt der Trainings- und Spielbetrieb wiederaufgenommen werden kann.


Vor der coronabedingten Zwangspause hatte unsere Mannschaft einen Lauf, da kam die Unterbrechung eigentlich zur Unzeit. Glaubst du, dass ihr bei Wiederaufnahme des Spielbetriebes an die guten Leistungen der ersten Saisonhälfte anknüpfen könnt?

Dass wir einen Lauf hatten, würde glaube ich jeder Einzelne im Verein sofort unterschreiben. Ich denke wir haben als Aufsteiger bis zum Zeitpunkt der Unterbrechung eine überragende Saison gespielt, in welcher wir in dem einen oder anderen Spiel über uns hinausgewachsen sind. Wenn ich allein an das letzte Spiel in Siebleben denke, in welchem wir nach einem 2:0 Rückstand eine unglaubliche Moral bewiesen und ohne unseren Top-Törjäger Philip Jäger noch ein 2:2 erkämpft haben, dann muss ich ehrlich gestehen, ist der Wehmutstropfen besonders groß. Es war ein grandioser Abschluss und es ist auch kein Geheimnis, dass der Spaß am Fußball immer besonders groß ist, wenn auch die Resultate stimmen. Demzufolge hätte die Saison aus rein sportlicher Sicht gerne noch etwas weitergehen können.

Vorausschauend auf eine eventuelle Fortsetzung der Saison denke ich, dass es anspruchsvoll aber möglich ist, da anzuknüpfen wo wir aufgehört haben. Da Einstellung, Ehrgeiz und Motivation passen und wir auch ein sehr gutes Klima in der Mannschaft haben, bin ich zuversichtlich, dass wir in der Lage sind, an die Leistungen der Vergangenheit anzuknüpfen. Das geht aber nur, wenn sich jeder der Sache bewusst ist, dass es kein Selbstläufer wird und jeder weiterhin 100% seiner Leistung abruft. Ich denke mittlerweile haben auch die anderen Mannschaften unsere Ergebnisse registriert, sodass uns kein Gegner mehr unterschätzen wird. Hinzu kommt, dass es für uns wichtig ist, dass wir von größeren Verletzungen verschont bleiben. Wir haben zwar einen sehr guten, jedoch auch keinen sehr breiten Kader. Unser Trainier Andre Jäger hatte in der kompletten Hinrunde nicht ein einziges Mal das Vergnügen aus dem Vollen schöpfen zu können, was wiederum belegt, dass es innerhalb unserer Mannschaft auf jeden Einzelnen ankommt.

Ich denke, dass jeder aus der Mannschaft darauf brennt die Laufschuhe endlich wieder gegen die Fußballschuhe eintauschen zu können und wieder an den Ball zu treten. Ich hoffe stark, dass wir darauf nicht mehr so lange warten müssen und alle gemeinsam wieder Freude und Spaß in der Salzarena haben dürfen.


Danke Tim! Wir hoffen auch dich gemeinsam mit deinen Teamkameraden bald wieder auf dem Platz sehen zu dürfen. Du hast mit deinen guten Leistungen einen großen Anteil an den starken Auftritten unserer Mannschaft in der bisherigen Saison gehabt. Wir sind froh, dich im Verein zu haben.



Bild: Tim (Trikotnummer 15) im Derby gegen Vacha - ein Highlight der bisherigen kurzen Saison (Foto: Groundblogging)


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